Norddeutsche Seniorenmeisterschaften 2011 in Ueckermünde
Nachdem wir uns im Dezember knapp für die Norddeutschen Meisterschaften Seniorinnen Ü43 qualifizieren konnten (wir wurden 2. von 2 Mannschaften), ging es am 8. April in 2 Autos und guter Feierabendstimmung nach Ueckermünde, um gegen die Mannschaften Kieler TV, TSV Flensburg, SG Pädagogik Wismar, SV Einheit Ueckermünde und Hummelsbütteler SV zu spielen.
Bei den Hamburger Meisterschaften, bei denen wir um die Teilnahme zur NDM spielten, verloren wir deutlich gegen den Hummelsbütteler SV. Dementsprechend wechselten in der Vorbereitung die Gefühle zwischen Vorfreude, Hoffnung und Fatalismus; zumal wir nur wenig Möglichkeiten hatten gemeinsam zu trainieren. Der Beruf, die Familie, lange Anfahrten aus Tönning oder Ploen und andere Verpflichtungen ließen das einfach nicht zu. Dies war auch der Grund, dass wir schließlich bei der NDM nur zu siebt waren.
Aber die Wiedersehensfreude und die Reiselust besiegten alle Bedenken. Wir hatten doch eigentlich nichts zu verlieren! Wir konnten nur besser werden.
Die Anreise war schon am Freitag notwendig, da Spielbeginn in Ueckermünde am Samstag um 10.00 Uhr sein sollte. Das hieß für Doris, Zimmer für 7 Frauen zu reservieren und Fahrgemeinschaften zu organisieren. Aber nach jahrelanger Erfahrung war das eine leichte Übung.
Nachdem alle wohlbehalten angekommen waren, wurde beim abendlichen Erkundungszug durch Ueckermünde (sehr hübsch, nur ziemlich weit weg!) das erste Plakat entdeckt – in Größe DIN A1 warb der SV Einheit Ueckermünde für die Seniorinnenmeisterschaften. Überraschend war das abgebildete Foto. Nicht wir waren abgebildet, sondern deutlich jüngere Frauen. Hatten Sie übersehen, dass man Seniorinnen 3 nur spielen kann, man wenn man über 43 ist?
Aber über diesen netten Empfang haben wir uns auf alle Fälle sehr gefreut und das Plakat war das Gesprächsthema beim Abendessen. Wer hätte gedacht, dass wir es fast bis zur Titelseite geschafft hätten?
Die anderen norddeutschen Mannschaften konnten wir am nächsten Morgen schon beim Frühstück begrüßen. Wir hatten fast alle dasselbe Hotel am Markt gebucht.
In der Halle angekommen, wurde schnell deutlich, dass wir einen Bonus für die Mannschaft mit der kleinsten Durchschnittsgröße verdient hätten. Aber den gibt es auch bei den Seniorinnen 3 nicht! Also hieß es spielen. Und das gelang uns so gut, dass wir gleich den ersten Satz gewannen. Dann aber ließ die Kondition und Konzentration nach und wir mussten das Spiel doch noch abgeben. Aber das nächste Spiel gewannen wir und wurden Gruppenzweiter. Damit standen wir im Halbfinale gegen den Ersten der anderen Gruppe – wieder gegen den Hummelsbütteler SV. Das Spiel verloren wir zwar, wir zwangen aber unsere eigentlich eindeutig überlegenen Gegnerinnen - sie hatten sich zur Hamburger Meisterschaft noch einmal mächtig verstärkt - zu Auszeiten und Auswechselungen. Ein ganz anderer Spielverlauf als bei den Hamburger Meisterschaften.
Im Spiel um Platz 3 verließen uns schließlich die Kräfte, ein Tribut den wir unserer dünnen Personaldecke zollen mussten. Schade, ein bisschen hatten wir uns schon auf dem Treppchen gesehen..
Insgesamt war es eine schöne Reise und ein wunderbarer Spieltag, auch wenn die Knochen am nächsten Tag schon sehr weh taten. Hoffentlich schaffen wir es auch dieses Jahr wieder, eine Mannschaft für die Hamburger Seniorenmeisterschaften zusammen zu bekommen!
Und das wichtigste zum Schluss! Mitgespielt haben Antje, Christine, Christiane, Doris, Heike, Karin und Kerstin.
