Turn- Und Sportverein Ottensen von 1893(TuS Ottensen)

Geschäftsstelle

Bökenkamp 76
22607 Hamburg

Telefax: 040 88 16 76 95

URI: http://www.tus-ottensen.de/

Logo TuS Ottensen

Wenn VolleyballerInnen auf Reisen gehen …

(von Otmar Hagemann, Feb. 2020)

Auch Samuel Tuia konnte trotz 2:0 Satzführung die Champions-League Niederlage der Berlin Recycling Volleys gegen das russische Topteam von Fakel Novy Urengoy nicht verhindern (25:21; 25:15; 20:25; 22:25; 10:15). Vielleicht haben einzelne LeserInnen - wie der Autor dieses Textes - die Übertragung Ende Januar auf Eurosport gesehen. Was macht man Besseres im Urlaub auf Balkonien in dieser Zeit?

Doris und Otmar aus der Volleyballabteilung haben sich eine Auszeit aus dem Berufsleben gegönnt - modern Sabbatical genannt, um ferne Lande zu erkunden. Wir mussten einfach einen Weg finden, November und Dezember zu umgehen, da wir nicht mehr am aktiven Spielbetrieb teilnehmen. Nach Ende unseres Sommers sind wir in den pazifischen Sommer aufgebrochen. Naja, in unserem tropischen Ziel gibt es eigentlich nur zwei Jahreszeiten: die Trocken- und die Regenzeit. Letztere bringt manchmal auch Stürme und Unwetter mit sich.

Als wir so mit dem Schiff – übrigens halb Frachter, halb Passagierschiff – durch den Pazifik rollten, was durchaus zutrifft, denn es gab keine Stabilisatoren, haben wir unter den ca. 200 Mitreisenden einen neuen Freund gefunden. Kalle, ein pensionierter Französischlehrer, hat in Süddeutschland so lange Volleyball gespielt, wie es seine Knie zuließen. Und manchmal, wenn sie nicht schmerzen, mischt er immer noch mit. Während eines Landgangs fanden wir ein recht gut gespanntes Netz vor. Wer jemals selbst Volleyball gespielt hat, weiß, dass es dann beginnt, in den Fingern zu kribbeln und der Adrenalinspiegel im Blut steigt. Wir hatten aber keinen Ball (auch keine MitspielerInnen). Dafür liegen in jenen Breiten überall Kokosnüsse herum … Seht selbst, was geschah!

 

 

 

Alles nur Fake – oder wie passt Kalles Zuspiel zu Otmars Block? (Photo Moorhoff)
Schon realistischer: Otmars Überkopfzuspiel und Doris Schmetterschlag aus dem Stand (Photo Riedel)


Immerhin hat die Lambada Blues Gang eigens ihre Weihnachtsfeier in den Februar verschoben, so dass uns ein sehr herzlicher Empfang zuteil wurde. Und beim Training waren wir diese Woche sogar zu elft. Deshalb bleiben wir die nächsten Jahre auch im Dunkeln hier zu Hause zumal das Spielen mit Kokosnüssen zu vielen blauen Flecken führt.

Zurück zur Bundesliga: beim aktuellen Meister Recycling Volleys aus Berlin spielt Samuel Tuia mit, der von Wallis und Futuna stammt. Das ist ganz in der Nähe unserer Destination gelegen, womit auch die Frage geklärt wäre, wo wir uns eigentlich in den vergangenen Monaten so wohl gefühlt haben. Von seiner Spielweise könnt Ihr LeserInnen Euch häufig mittwochs überzeugen, da Sport 1 Bundesligaspiele und Eurosport sogar die Champions-League live überträgt – meist so ab 19 Uhr.

 

 

Die Volleyballabteilung lebt!

(von Doris Moorhoff, Mai 2019)


Ich möchte Euch einen kurzen Überblick über unsere Mannschaften geben.

Die Mottenburger haben Ihre Saison in der Hamburger Mixedrunde beendet. In Ihrer Staffel wurden sie 3. Leider konnten sie in der Endrunde Ihre Erfolge nicht so fortsetzen und haben die Saison schließlich mit dem 9. Platz beendet. Das Training findet in der Daimlerstraße am Donnerstagabend statt. Im Training finden sich Volleyballer*innen mit in der Regel viel Volleyballerfahrung.

Die Lambada Blues Gang trainiert weiterhin regelmäßig donnerstags in der Bülowstraße. Sie ist eine bunt gemischte Gruppe, die mit viel Spaß integrativ zusammenspielt.

Zusätzlich haben wir die Seniorinnenmannschaft, die sich immer zu den Hamburger und Norddeutschen Seniorinnenmeisterschaft zusammenfindet. In der Regel melden sie sich für die Ü43 und Ü49 an. Auch dieses Mal traten sie bei den Wettbewerben an. Bei den Norddeutschen Seniorinnenmeisterschaften wuchsen sie über sich hinaus und haben phantastisch gespielt. Leider konnten sie kein Spiel gewinnen, insbesondere bedingt durch die Verletzung von Kerstin, die das Team aus dem Spielfluss warf. Gute Besserung an Kerstin! Bei der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft konnten sie daher nicht antreten. Sonst stände jetzt Pfingsten als der Termin für die Deutschen Seniorinnenmeisterschaften fest bei allen im Terminkalender.

Gerne nehmen wir weiterhin neue Spieler und Spielerinnen bei uns auf. Gerne mit Spielpraxis. Und wer Interesse hat, das Training bei der Lambada Blues Gang zu leiten (wenn auch nur vertretungsweise von September 2019 bis Januar 2010) kann sich gerne bei mir (Doris Moorhoff, am besten per email Doris.Moorhoff[at]wtnet.de) melden.

 


Wiederauferstehung der Lambada Blues Gang? Ein subjektiver Bericht

(von Otmar Hagemann)

Eigentlich sollte hier ein Kochrezept erscheinen, aber viele Menschen fasten ja gerade. Es geht auf Ostern zu. Deshalb – und aus aktuellem Anlass – kommt mir das Thema „Wiederauferstehung“ in den Sinn. Am vorigen Donnerstag reklamierte nämlich unsere Schule Eigenbedarf an unserer Trainingshalle. Die Mottenburger waren dann so nett, unsere Anfrage mit einer Einladung zu einem Freundschaftsspiel zu beantworten. Zum ersten Mal nach einigen Jahren trat die Lambada Blues Gang also wieder zum Kräftemessen an. Und aufmerksame LeserInnen dieser Zeitung wissen, dass die Mottenburger nicht irgendwer sind, sondern regelmäßige Teilnehmer der Endrunden im Hamburger Mixed-Volleyball. Zugleich war es mein Debüt als Coach oder „Spielertrainer“ wie man es manchmal ausdrückt.

Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: Wir handelten uns eine 0:3-Abfuhr ein! Andererseits sind unter den LeserInnen vielleicht einige, die mittwochs immer Volleyball im Fernsehen schauen und daher wissen, dass es dem deutschen Männermeister der Recycling Volleys aus Berlin im letzten Europacupspiel gegen Trefl Gdansk, einem polnischen Gegner, genauso ging. Dabei verloren sie den 3. Satz mit 36:38 (!) und vergaben acht (!) eigene Satzbälle!

In der Daimlerstraße ereignete sich nahezu Vergleichbares. Bis zum Stand von 21:15 sah die LBG wie ein Satzgewinner aus, doch dann drehten die „Motten“ mächtig auf und gönnten uns keinen einzigen Punkt mehr. Die Analyse war klar: eklatante Annahmeschwäche und zu viele Danke-Bälle für den Gegner, der gar keine eigene Zuspielerin benötigte. Karin, das soll Deine Leistung nicht schmälern, aber wir haben Euch häufig ideale Angriffssituationen serviert. Über die ersten beiden Sätze zu schreiben, wäre, wie Asterix an Alesia zu erinnern – die haben wir ganz schnell vergessen.

 

Zum Glück haben wir (bzw. Frank – danke!) ein Teamphoto unserer „Multi-Kulti-Truppe“ schon vor dem Spiel gemacht. Aber auch nachher sahen einige „gute Ansätze“, äußerten, es habe „Spaß gemacht“ oder sind vom Ehrgeiz gepackt und fordern besseres, intensiveres Training. Übermorgen ist es wieder soweit. Vielleicht sollten wir den Trainer wechseln? Kennt jemand eine/n, der/die unser Team voran bringen kann? Das nächste Freundschaftsspiel ist nämlich schon in Sicht und da wollen wir doch endlich mal wieder ein paar Sätze gewinnen – so wie früher!

Leider habe ich kein Photo unseres Gegners – die LeserInnen brennen sicher darauf, möglichst bald einmal einen Bericht eines Sieger-Teams zu lesen, das auch eine sehr gute Photographin in seinen Reihen hat (Susanne, ich meine natürlich Dich!). Ich glaube, die nächste Ausgabe dieser Zeitung erscheint zur Zeit der Endrunde um die Hamburger Meisterschaft. Wir wollen auch nicht immer Loser-Berichte lesen!

Zu negativ? Zu nah dran am Geschehen? Donald, alter Schönfärber, übernehmen Sie!

 

Tipp für alle passiven Volleyball-Fans: Seit über einem Jahr überträgt schon Sport1 meistens mittwochs ab 19 Uhr Bundesligaspiele live. Seit kurzem ist auch Eurosport mit Übertragungen von Europacupspielen mit deutscher Beteiligung wieder eingestiegen, mittwochs ab 20:15 Uhr.

 

 

 

Seniorinnen als Aushängeschild?

So eine Vereinszeitung wird manchmal als Relikt aus längst vergangenen Zeiten gesehen – dazu passen dann vielleicht Berichte über unsere Seniorinnen. Andererseits geht es darum, das Positive im Vereinsleben hervorzuheben, damit kleine Freuden zu bereiten und den Zusammenhalt zu stärken – auch dafür haben wir in der Volleyballabteilung unsere Seniorinnen! Von ihrer vorerst letzten Reise zum mecklemburgisch-vorpommerschen Meister Ückermünde kamen sie mit dem Pokal für Platz 2 zurück. Die schleswig-holsteinischen Meisterinnen aus Kiel erwiesen sich einfach als zu stark.

Zwei spannende Spiele konnte ich beobachten, die dann zu dem 2. Platz führten.

Das erste Spiel startete fulminant gegen SVE Ueckermünde. Der erste Satz wurde mit 25: 22 ungefährdet gewonnen. Der nächste Satz wurde umkämpft abgegeben, aber der letzte Entscheidungssatz klar mit 15:12 gewonnen. Das Spiel gegen Kieler TV wurde 0:2 verloren und klingt klarer als es war. Das Spiel scheiterte vor allen Dingen an den zahlenmäßig überlegenen Kielerinnen. Sie waren mit 10 Spielerinnen angereist, während wir nur zu sechst antraten und unsere Kondition reichte im 2. Spiel am selben Tag nicht aus. Spannend war es aber bis zum Schluss. Die Reise nach Ueckermünde hat Spaß gemacht und hat sich eindeutig gelohnt. Die Anmeldung zu den nächsten Hamburger Seniorinnenmeisterschaften ist schon eingeplant, das erste Trainingsspiel hat bereits stattgefunden.


Der Co-Autor und Gründer der Lambada Blues Gang, einem unserer Mixed-Teams, steht noch unter dem Eindruck unseres gestrigen Trainings. Nicht nur, dass wir uns erneut zu zwölft in der Halle tummelten und unsere eritreischen Freunde inzwischen zum festen Bestandteil geworden sind, wir werden durch immer besseres Spielen auch wieder attraktiv für junge Leute! Gestern machten zwei junge Spielerinnen aus einem Konkurrenzverein mit und hoben das Niveau gleich noch einmal an. Schade, dass es keine Frauenteams im Ligabetrieb mehr gibt! Immerhin versicherten sie, sich menschlich und auch sportlich wohlgefühlt zu haben. Dann hoffen wir mal auf ein Neues – sowohl unsere alten Meisterinnen als auch das bunt zusammengewürfelte generationenübergreifende Integrationsprojekt!

Otmar Hagemann & Doris Moorhoff

 

NDM 2018, Seniorinnen TuS Ottensen, Foto: privat

Überwältigende Resonanz beim 2. Dino-Treffen

Eigentlich wollte ich ja Frank Mondry vom Mixed-Team der Mottenburger bitten, einen Artikel für unsere Vereinszeitung zu schreiben, denn ihm ist in erster Linie zu danken für die Organisation des zweiten sogenannten Dino-Treffens am 2.11.2017. Aber nun rückt der Redaktionstermin schon wieder bedenklich nahe und vielleicht gereicht ihm das folgende Photo zur Ehre, das ihn zusammen mit Erich Peter, dem Gründer unserer Volleyballabteilung in der Daimlerstraßenhalle zeigt (Frank ist derjenige, der die Anzeigentafel in der Hand hält!). Der Begriff „Dino“ soll auf hohes Alter und Kontinuität seit alten Zeiten anspielen, nicht etwa auf das Aussterben bestimmter Spezies hinweisen. Erich Peter hatte übrigens noch ein paar Spielerpässe aus Jugendteams der 1970er Jahre dabei und übergab diese nach einer kurzen Ansprache an anwesende Mitglieder, die aktuell auf die Rente zusteuern!

Otmar Hagemann

 

Dino-Treffen Nov. 2017, Foto: privat
Dino-Treffen Nov. 2017, Foto: privat
Dino-Treffen Nov. 2017, Foto: privat

Save the date: 2.11.2017 „Dino-Treffen“

Die Volleyballabteilung lädt zu ihrem 2. sogenannten „Dino-Treffen“  ein. Angesprochen sind alle aktiven und ehemaligen Volleyballspier/innen, die beim TuS Ottensen 93 spielen oder gespielt haben. Dieses Ehemaligen und Aktuellentreffen findet statt

am                       2. November 2017

um                       19:30    

Ort                       Daimlerstraße 40

Natürlich wurde als Treffpunkt die traditionsreiche Halle Daimlerstraße gewählt. Gespielt wird nach „alten Regeln“ (z.B. „der Ball darf beim Aufschlag nicht das Netzt berühren“ oder Punkte „Punkte kann nur die Mannschaft erzielen, die Aufschlag hat“) und nach den aktuellen Volleyballregeln. Dieses Treffen soll aber auch ein Wiedersehen sein, weshalb jeder kommen sollte, der/die Zeit und Lust hat, Volleyballer aus alten Zeiten wiederzusehen und über diese Zeiten zu klönen.

„Wetten Dass“ es uns gelingen wird, mindestens ehemalige 12 Spieler/innen in 2 Mannschaften auf das Spielfeld zu schicken.

Heute besteht die Volleyballabteilung aus zwei Mixed-Mannschaften und einer Senioren-Damenmannschaft, die immer noch Jahr für Jahr an Hamburger und Norddeutschen Meisterschaften teilnimmt. Neue Mitspieler sind in allen Mannschaften herzlich willkommen. Bitte wendet Euch bei Interesse  an  volleyball@tus-ottensen.de
Die aktuellen Hallenzeiten sind jeweils Donnerstags von 20:00 bis 22:00 in den Hallen Daimlerstraße  und Hohenzollernring.

 Beste Grüße

 Frank

 

 

 

Aus Niederlagen dank cleverer Strategie den Erfolg machen

 (von Otmar Hagemann, Jan. 2017)

Ich habe versprochen, für diese Ausgabe unserer Vereinszeitung einen Artikel über die Hamburger Seniorinnenmeisterschaften im Volleyball zu schreiben, die am 4.12.2016 stattfanden. Versprechen muss man halten, auch wenn die Kreativität einen Wochen später plötzlich im Stich lässt. Also fangen wir mal von Anfang an. Ein Teil der Mannschaft stand am Ort des Geschehens im Koppeldamm in Elmshorn vor verschlossener Tür, weil drinnen niemand unser Rufen und Klopfen hörte und auch die Kommunikation via Handy nicht klappte – vielleicht kennen einige LeserInnen diese Situation am Sonntagmorgen vor abgelegenen Sporthallen? Im Tatort wird dann immer „Kommissar Zufall“ bemüht und so war es auch bei uns. Irgendwann schaute mal jemand von drinnen raus und erlöste die Frierenden. Damit war eine große Hürde überwunden, und auch die Veranstalterinnen von VG Elmshorn und der hohe Favorit TV Fischbek mit etlichen früheren Bundesligaspielerinnen konnten sich komplett versammeln.

Beide gegnerischen Teams waren zahlenmäßig und nach Durchschnittsgröße deutlich überlegen. Ich will auch nicht groß drum herumreden. Nach zähem Auftakt im ersten Spiel gegen VGE kamen unsere Frauen Ü43 zwar besser ins Spiel und konnten den zweiten Satz nahezu offen gestalten, verloren aber Spiel 1 (9:25; 17:25). Auch das Spiel zwischen den beiden favorisierten Teams verlief am Ende erwartungsgemäß – der TVF gehört immerhin zum Favoritenkreis der deutschen Meisterschaft!

Volleyballerisch war es übrigens sehr schön anzuschauen und keineswegs „Gedaddel“. Es fanden sich auch immer mehr Zuschauer ein, die ihr Kommen mit Sicherheit nicht bereut haben. Die Chronistenpflicht gebietet es, auch dem letztlich chancenlosen Spiel von Ottensen 93 gegen TVF Aufmerksamkeit zu zollen. Unsere Frauen wuchsen teilweise über sich hinaus und erreichten deutlich mehr Punkte als in den Jahren zuvor (15:25; 9:25). Dennoch stand am Ende nur der dritte Platz, der damit das Ausscheiden aus der deutschen Meisterschaft bedeutete.

Wirklich? Nein, unsere Frauen sind clever. Einer Intuition folgend hatten sie sich in zwei Altersklassen angemeldet und wie es der Zufall will, hat sich in der höheren Gruppe Ü49 niemand getraut, gegen TuS Ottensen 93 anzutreten. Somit endet dieser Artikel dann mit einem Glückwunsch zur Hamburger Meisterschaft der Seniorinnen III (Jahrgang 1967 und älter)! Dieser Sachverhalt wurde beim anschließenden gemeinsamen Essen im Glace-Haus gebührend gefeiert. Mädels vertretet uns würdig bei den Norddeutschen Meisterschaften! Viele ebenbürtige Gegnerinnen werdet ihr dort vielleicht nicht haben!

 

 

Zwei Fliegen mit einer Klappe? (von Otmar Hagemann)

Aufmerksamen langjährigen LeserInnen dieser Zeitschrift wird bekannt sein, dass unsere Volleyballabteilung an Mitgliederschwund leidet. Aus einer einstmals sehr gut aufgestellten Abteilung mit Teams, die erfolgreich am Ligabetrieb sowohl für weibliche und männliche Erwachsene als auch Jugendmannschaften teilnahmen, ist eine Abteilung mit nur noch zwei Mixed-Teams geworden, von denen eines aktuell wegen geringer Aktivenzahl und „Überalterung“ um sein „Überleben kämpft“.

Gleichzeitig kämpfen Tausende von Menschen einen existentiellen Überlebenskampf und fliehen vor lebensbedrohlichen Zuständen in Syrien, Afghanistan, Eritrea oder anderen Gesellschaften. Die meisten, die es bis Hamburg schaffen, sind jüngere durchaus sportlich wirkende Männer. Sie dürfen in den ersten Monaten hierzulande nicht arbeiten und sind zu einer wenig aktiven Wartezeit gezwungen, die sie großenteils in reizlosen Unterkünften verbringen. Sie sollen die deutsche Sprache lernen und sich integrieren – aber wie?

Eigentlich könnte doch hier etwas zusammenwachsen. Sport lenkt zumindest zeitweilig vom tristen Alltag mit seinen vielfältigen Problemen ab. Volleyball ist ein weltweit bekannter Sport; man kann davon ausgehen, dass es unter den „Flüchtlingen“ Volleyballkundige gibt. Der Hamburger Sport Bund übernimmt für diese Menschen sogar die Versicherung. Da liegt doch die Überlegung nahe, dass sich Einzelne bei uns integrieren.

Wir haben das Thema noch nicht umfassend diskutiert. Es gibt auch Bedenken: kann man die jungen Männer überhaupt in gemischtgeschlechtliche Teams integrieren? Niemand weiß das vorab, aber ohne Versuch findet man es auch nicht heraus. Andererseits halte ich gerade den Teamsport für ein nahezu ideales Integrationsfeld. Aber wie kommen wir zusammen? Öffentliche Aufrufe könnten zu einem Run führen und uns überfordern. Schön wäre es, wenn jemand zunächst vielleicht zwei oder drei Interessierte vermitteln könnte. Bei der Investition in Sportschuhe und die Fahrkarte zum Training könnten wir sicher helfen. Mixed-Teams wie die Lambada Blues Gang nehmen selbstverständlich auch gerne Frauen auf und Nicht-Flüchtlinge sind ebenfalls willkommen.

November 2015



Rück- und Ausblick, Mai 2015

Wie sieht es in der Volleyballabteilung kurz vor Sommerbeginn 2015 aus? Gut schaut es aus!

Die Mottenburger sind Endrundensieger bei der Mixedrunde des Hamburger Volleyballverbandes in der Gruppe B2 geworden, der höchsten Mixedklasse für Mannschaften, die mit mindestens 3 Frauen spielen. Ein schöner Saisonabschluss.

Dies wirkt sich auch auf die Trainingsbeteiligung aus, häufig sind 10 - 12 SpielerInnen in der
Halle.

Mit einem Saisonsieg kann die Lambada Blues Gang nicht dienen, da sie an keinem Spielbetrieb des Hamburger Volleyballverbandes teilnimmt. Aber das Training findet nach längerer Durststrecke doch wieder regelmäßig statt und die Begeisterung ist so groß wie eh und je.

Die Seniorinnen der Volleyballabteilung haben dieses Jahr bei der Norddeutschen Seniorinnenmeisterschaft Ü43 den Platz 3 belegt. Es waren spannende und schöne Spiele, nur zum Schluss reichte die Kraft nicht mehr, um WIWA den Sieg noch abzuringen. Spaß hat es gemacht und ganz klar, nächstes Jahr sind wir wieder dabei.

 

Doris Moorhoff

Termine

Derzeit keine Termine vorhanden